Markenmissbrauch-Glossar

  • Fachbegriff

    Definition

  • Brandjacking

    Eine Marke wird gekapert, um andere in die Irre zu führen oder abzulenken; häufig verwendet bei betrügerischen oder missbräuchlichen Aktivitäten, auf Kosten des Geschäfts- oder Firmenwerts, des Markenwerts und des Vertrauens der Kunden in die tatsächlichen Markeninhaber.

  • Fälschung

    Der Verkauf von gefälschten physischen Gütern. Kann in der physischen Welt, auf B2B-Marktplätzen, Auktions-Websites, E-Commerce-Sites oder in Spams auftreten.

  • Cybersquatting oder Cyberbesetzung

    Die Praxis, Handelsmarken innerhalb des Domainnamensystems zu missbrauchen. Markennamen, ob in der richtigen oder falschen Schreibweise (auch Typobesetzung genannt) werden innerhalb eines Domainnamen verwendet, damit der Besetzer Web-Datenverkehr, der eigentlich einer legitimen Website zusteht, für eine illegale Seite abzuzweigen, auf der gefälschte Waren verkauft werden, Klickvergütungsmissbrauch stattfindet, Inhalte, die nur für Erwachsene bestimmt sind, gezeigt werden oder andere illegale Aktivitäten stattfinden.

  • E-Commerce-Inhalte

    Websites, in denen eine bestimmte Marke integriert ist, sei es im angezeigten Text, verborgenen Text, Meta-Tags oder Titeln in Verbindung mit anderen Website-Inhalten, die anzeigen, dass Online-Verkäufe auf der Website abgewickelt wurden.

  • Falsches Unternehmen

    Bei dieser Methode werden bestimmte Marken oder Handelsmarke in Web-Inhalten so verwendet, dass eine angebliche Beziehung mit einem Unternehmen vorgegaukelt wird, mit der die Marke allerdings keinerlei Verbindung hat.

  • Graumarktverkäufe

    Der Verkauf von authentischen Waren über nicht autorisierte Kanäle. Graumarktwaren stammen aus unterschiedlichen Quellen: Diebstahl und Discount-Betrügereien spielen hierbei eine große Rolle, wie auch das Wiederaufbereiten von Markenprodukten. Die Waren werden dann auf B2B-Marktplätzen, Auktions-Websites und E-Commerce-Räumen verkauft. Eine andere weit verbreitete Strategie betrifft den Parallelhandel, in dem Waren, die für einen bestimmten geografischen Markt eingepreist sind, abgezweigt und zu reduzierten Preisen auf anderen Märkten weiter verkauft werden.

  • Malware

    Tritt auf, wenn sich auf einer illegalen Website oder in einem E-Mail-Anhang Malware, Viren, Keylogger oder andere Software befindet, mit der automatisch Benutzernamen, Passwörter und andere Daten ohne das Wissen des Benutzers gestohlen wird.

  • Anstößige Inhalte

    Websites, in denen eine bestimmte Marke integriert ist, sei es im angezeigten Text, verborgenen Text, Meta-Tags oder Titeln in Verbindung mit pornografischen Inhalten, Hassreden oder Online-Glücksspielen.

  • PPPC-Missbrauch (Pay-Per-Click/Klickvergütung)

    Bezahlte Anzeigenplatzierung auf Websites. Betreiber von Websites mit PPC-Werbung erhalten Einnahmen aus den Anzeigen, die angeklickt werden, daher der Name Pay-Per-Click. Missbrauch liegt vor, wenn Betrüger Websites mit bezahlten Suchmaschinen-Anzeigen einrichten, dabei einen bekannten Markennahmen im Domain-Namen verwenden und Werbung platzieren, die nur bedingt etwas mit der Marke zu tun hat.

  • Phishing

    Krimineller Einsatz von E-Mails, um Datenverkehr auf Webseiten mit dem Ziel umzuleiten oder auf betrügerische Weise an Benutzernamen, Passwörter, Kreditkartendaten und andere persönliche Informationen zu gelangen. Die E-Mails und Webseiten, die für dieses Vorgehen verwendet werden, nutzen „ Social Engineering ” -Techniken, um Anwender glauben zu machen, sie würden mit Unternehmen oder Organisation verbunden sein, denen sie vertrauen.

  • Piraterie

    Der Verkauf von gefälschten digitalen Waren wie Musik, Filme, Software und Spiele-Software. Kann auf B2B-Marktplätzen, Auktions-Websites, E-Commerce-Sites, in Spams und über Peer-to-Peer (P2P)-Netzwerke auftreten.

  • Rock Phishing

    Eine Phishing-Methode, die zuerst von der „ Rock Phish Gang ” eingeführt wurde, und mehrere Schichten redundanter Infrastrukturen nutzt, um es schwieriger zu machen, solche Angriffe abzuwehren. Inzwischen verwenden auch andere Phisher diese Taktik.

  • SEO Manipulation

    Die Verwendung von Marken, Handelsmarken oder Slogans in angezeigtem oder verborgenem Text, Meta-Tags und Titeln, um das Suchmaschinen-Ranking zu manipulieren, sodass die Website des Brandjackers eine günstigere Platzierung in Suchmaschinen erhält. Diese Art von Missbrauch ist auch als Black-Hat-SEO bekannt.

  • Missbrauch von Suchmaschinenmarketing

    Tritt auf, wenn Unbefugte eine Marke als Schlüsselwort im Suchmaschinenmarketing verwenden, die Anzeigen auslöst, die wiederum Datenverkehr auf Websites umleiten, die nicht mit der Marke zusammenhängende, gefälschte oder konkurrierende Marken bewerben

  • Spam

    Das Versenden von unerwünschten E-Mails, häufig unter Einbindung bekannter Marken, um
    Datenverkehr auf wie auch immer geartete illegale Websites umzuleiten. Um die Empfänger dazu zu bringen, weiterzuklicken, erstellen die Spammer ihre E-Mail dergestalt, dass es für den Empfänger aussieht, als würde der Betrüger die Produkte oder Dienstleistungen der Marke unterstützen oder wäre von der Marke geduldet. Benutzern, die weiterklicken, geraten auf Websites, auf denen ihnen alles begegnen kann: beispielsweise Pay-per-Click-Missbrauch bis hin zu Verkaufsseiten von gefälschten oder nachgeahmten Waren.

  • Datenverkehrumleitung

    Das Kapern einer Marke, um Datenverkehr auf konkurrierende oder illegale Seiten umzuleiten, was dazu führt, dass dem rechtmäßigen Markeninhaber Einnahmen verloren gehen.

  • Typobesetzung

    Die Verwendung von Markennamen in der falschen Schreibweise, wodurch der Besetzer Datenverkehr, der eigentlich einer legitimen Website zusteht, für eine illegale Seite abgezweigt, auf der möglicherweise gefälschte Waren verkauft werden, Klickvergütungsmissbrauch stattfindet, Inhalte, die nur für Erwachsene bestimmt sind, gezeigt werden oder andere illegale Aktivitäten stattfinden.

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