Domainnamen-Glossar

Zusätzliche Definitionen finden Sie unter:

  • Fachbegriff

    Definition

  • Nachgeschalteter Registerbetreiber (Backend Registry Operator/BRO)

    Siehe Registrierungsdatenbank

  • Landeskennzahl Domain oberster Stufe Top (ccTLD)

    Domains mit zwei Buchstaben wie.uk (Vereinigtes Königreich), .de (Deutschland) und .jp (Japan), sind Landeskennzahl-Domain oberster Stufe (ccTLDs) und entsprechen einem Land, einem Gebiet oder einem anderen geografischen Standort.

    Für eine vollständige Liste der aktuellen ccTLDs, siehe IANA länderbezogene Domains oberster Stufe

  • Domainamensystem (DNS)

    Das Domainnamensystem (DNS) hilft dem Anwender, seinen Weg im Internet über Namen von Websites zu finden. Jeder Computer im Internet hat eine eindeutige Adresse - genau wie eine Telefonnummer - die aus einer komplizierten Kette von Zahlen besteht. Diese wird auch „ IP-Adresse ” (IP steht für „ Internet Protocol ”) genannt. IP-Adressen sind nur schwer zu merken. Die DNS erleichtert daher die Nutzung des Internets, indem eine bekannte Zeichenfolge aus Buchstaben (der „ Domainame ”) anstelle der schwierig zu merkenden IP-Adresse verwendet wird. Anstatt beispielsweise 207.151.159.3 einzutippen, können Sie www.internic.net eingeben. Im Grunde handelt es sich um eine Art „ Gedächtnisstütze ”, damit wir uns Adressen leichter merken können.

  • Schiedsgerichtshof (Dispute Resolution Provider/DRP)

    ICANN plant, unabhängige Schiedsgerichtshöfe einzusetzen, um Streitigkeiten zwischen einem Einspruchsführer und einem Antragsteller während der Streitschlichtungsphase des neuen gTLD-Antragsverfahrens zu lösen. Einem gTLD-Antrag kann aus einem der 4 folgenden Gründe widersprochen werden: 1) Verwirrung durch die Zeichenfolge, 2) bestehende Rechte, 3) Moral und öffentliche Ordnung und 4) Community-Einspruch.

  • DNS-Sicherheitserweiterung (DNSSEC)

    Die DNS-Sicherheitserweiterung oder auch DNSSEC, löst die Probleme des DNS-Cache-Poisonings durch die Bereitstellung einer Reihe von DNS-Erweiterungen, die eine Authentifizierung und Überprüfung der Integrität von DNS-Daten ermöglichen. DNSSEC ist aber nur dann wirklich effektiv, wenn eine bestimmte TLD-Zone DNS-geschützt ist, und das erfordert die Implementierung von Registrierungsdatenbanken. Die Public Interest Registry, also die Registrierungsstelle für .org, ist die erste Registrierungsdatenbank, die DNSSEC implementiert.

  • Erweiterbares Bereitstellungsprotokoll (Extensible Provisioning Protocol/EPP)

    Das erweiterbare Bereitstellungsprotokoll (EPP) ist ein Protokoll, das von einer Registrierungsdatenbank und einem Registrar verwendet wird, um zum Zwecke der Registrierung und Verwaltung von Domainnamen, Domainnamen-spezifische Informationen untereinander auszutauschen. Für die primäre Nutzung es gibt zwei Protokolle, das RRP (Registry Registrar Protocol) und EPP (Extensible Provisioning Protocol). Das EPP wird von den meisten gTLD Registerbetreibern mit Ausnahme von VeriSignverwendet. VeriSign hat die vertragliche Verpflichtung übernommen, die .com- und .net-Registrysysteme auf alle diejenigen Protokolle zu migrieren, die von der IETF-Gemeinde als Standard übernommen wurden.

  • Generic Names Support Organization (GNSO)

    Die Generic Names Support Organization (GNSO) berät den ICANN-Vorstand in Fragen im Zusammenhang mit generischen Domains oberster Stufe. Im August 2007 hat die GNSO der ICANN 19 „ Empfehlunge ” und 17 „Leitlinien für die Umsetzung ” in Bezug auf die Einf ü hrung der neuer gTLDs in die Domainnamen ausgesprochen.   Diese Empfehlungen und Richtlinien wurden vom ICANN-Vorstand im Juni 2008 genehmigt.

    Die GNSO besteht aus de n folgenden 6 Wählergruppen: Der Wählerschaft aus Handels- und Wirtschaftsrecht, der gTLD-Registry-Wählerschaft, der ISP-Wählerschaft, der nicht-kommerziellen Wählerschaft, der Wählerschaft der Registrare und der IP-Wählerschaft (die die Markeninhaber vertritt).

  • Generische Domain oberster Stufe (gTLD)

    Die meisten TLDs mit drei oder mehr Zeichen werden als „ generische ” TLDs, oder „ gTLDs ” bezeichnet. Sie können in zwei Typen unterteilt werden: „ nicht gesponserte ” TLDs (uTLDs) und „ gesponserte ” TLDs (sTLDs).

    Generell arbeiten die nicht gesponserten TLDs (wie .com, .net, .org, .biz und .info) nach den Richtlinien, die von der globalen Internet-Community direkt über den ICANN-Prozess etabliert wurden, während die gesponserten TLDs (einschließlich .aero, .coop, .edu, .jobs, .mobi und .museum) spezialisierte TLDs sind, die Sponsoren haben, die eine engere Gemeinschaft darstellen, die am stärksten von den TLDs betroffen ist. Der Sponsor führt zugewiesene Verantwortlichkeiten in Bezug auf die Richtlinienformulierung zu vielfältigen Fragen der TLD aus.

    Eine vollständige Liste der aktuellen gTLDs findet sich unter IANA Generic Top Level Domains.

  • Internationalisierter Domainnamen (IDN)

    Ein internationalisierter Domainame (IDN) ist ein Internet- Domainame, der einen oder mehrere Nicht-ASCII-Zeichen enthält. Solche Domainnamen können Buchstaben mit diakritischen Zeichen,, wie sie in vielen nicht-englischen Sprachen erforderlich sind, oder nicht-lateinische Schriftzeichen wie Arabisch, Hebräisch, Chinesisch oder Hindi enthalten.

    Es wird erwartet, dass im neue gTLD-Verfahren Anträge auf neue IDNs eingeschlossen werden.

  • Internet Assigned Numbers Authority (IANA)

    Die Organisation Internet Assigned Numbers Authority (IANA) war vor der ICANN ursprünglich mit den Aufgaben der IP-Adressbereichsvergabe, der Protokollparameterzuweisung, dem Domainnamensystem-Management und dem Root-Serversystem-Management betraut. IANA ist inzwischen nur noch mit der Ausführung der technischen Delegierung der TLDs und Adressräume und der Verwaltung der Protokollparameterzuweisung unter der ICANN beschäftigt.

  • Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN)

    Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) ist eine international organisierte, gemeinnützige Gesellschaft, die Verantwortung hat, Adressräume für das Internetprotokoll (IP) zuzuweisen, die Protokollkennungen zuzuordnen, die generischen (gTLD) und Ländercode-Top-Level-Domains (ccTLD) sowie die Root-Serversystemverwaltungsfunktionen zu verwalten.

    Als Öffentlich-private Partnerschaft, widmet sich die ICANN der Erhaltung der operativen Stabilität des Internets, der Förderung des Wettbewerbs, dem Ziel, eine breite Repräsentanz der weltweiten Internet-Communities zu erreichen und über von unten nach oben gerichtete, auf Konsens basierende Prozesse Richtlinien zu entwickeln, die ihrer Mission entsprechen.

  • Registrant

    Registranten sind natürliche und juristische Personen, die über Registrare Domainnamen registrieren. Der Registrant muss mit einem Registrar einen Registrierungsvertrag abschließen, in dem die Bestimmungen festgelegt werden, unter denen die Registrierung akzeptiert und aufrecht erhalten wird.

  • Registrar

    Domainnamen werden über zahlreiche Unternehmen, die auch als Registrare bezeichnet werden, registriert. MarkMonitor ist beispielsweise ein von der ICANN akkreditierter Registrar mit einem exklusiven Fokus auf Unternehmensdomainportfolios. Eine vollständige Liste der Registrare findet sich im Verzeichnis akkreditierter Registrare.

    Ein Registrar bittet Personen, oder „ Registranten, ” für die Registrierung verschiedene Kontakt- und technische Daten anzugeben. Der Registrar bewahrt Aufzeichnungen zu den Kontaktdaten auf und reicht die technischen Informationen an ein zentrales Verzeichnis weiter, das auch als „ Registrierungsdatenbank ” (Registry) bekannt ist. Die Registrierungsdatenbank stellt anderen Rechnern über das Internet die notwendigen Informationen zur Verfügung, um dem Registranten E-Mails senden zu können, oder um die Website des Registranten zu finden.

  • Registrierungsdatenbank

    Die Registrierungsdatenbank ist die maßgebliche Master-Datenbank aller Domainnamen, die in jeder Top-Level-Domain registriert sind. Der Registerbetreiber pflegt die Master-Datenbank und erzeugt auch die Zonenfiles, die es Computern ermöglicht, Datenverkehr zu und von den Top-Level-Domains in der ganzen Welt weiterzuleiten. Internetnutzer interagieren nicht direkt mit dem Registerbetreiber; Nutzer können Namen in TLDs über die bei der ICANN akkreditierten Registrare registrieren.

  • Angebotsanfrage (Request for Proposal/RFP)

    Die ICANN hat eine Angebotsanfrage für das Bewerbungsverfahren um die unbegrenzte Anzahl neuer generischer Top-Level-Domains (gTLDs) herausgegeben. Das Bewerbungsverfahren um die neuen gTLD erfolgt über die Angebotsanfrage, RFP. Ein Entwurf der RFP wird für das 4. Quartal 2008 erwartet, die endgültige Fassung der RFP im ersten Quartal 2009.

  • Wurzel

    Die Wurzel ist eine Liste, in der sich die TLDs befinden. Die Wurzel ist den TLDs übergeordnet und definiert einen bestimmten Namensraum, indem die Namensserver identifiziert werden, die verbindlich für eine TLD antworten. ICANN verwaltet beispielsweise die Wurzel, auf der die große Mehrheit der Internet-Datenverkehrsströme laufen. Es ist möglich, mehr als eine Wurzel zu haben, und in der Tat existieren alternative Root-Server, die aber heutzutage nicht sehr populär sind. Die Wurzel, die ICANN verwaltet, wird zentral verwaltet, aber der Service der Wurzelzonendatei erfolgt über eine Reihe von räumlich und operativ verschiedenen Root-Servern.

  • Root-Nameserver

    Ein Root-Nameserver ist ein DNS-Server, der Anfragen aus der DNS-Wurzelzone beantwortet und die Anfragen für eine bestimmte TLD zum Nameserver dieser TLD weiter leitet. Obwohl jede lokale Implementierung des DNS seine eigenen Root-Nameserver implementieren kann, wird der Begriff „Root-Nameserver” in der Regel verwendet, um die dreizehn bekannten Root-Nameserver zu beschreiben, die die Wurzelnamenraum-Domain für die offizielle weltweite Umsetzung des Domainnamensystem implementiert.

  • Gemeinsames Registrierungssystem (Shared Registration System/SRS)

    Das gemeinsame Registrierungssystem (SRS) ist die Software, die von einer Registrierungsstelle zur Verfügung gestellt wird, um die Registrierung von Domainnamen zu erleichtern, Nameserver zu aktualisieren, sowie auch die Kontaktdaten und die Gesamtverwaltung einer Registrierungsdatenbank. Die SRS wird von den Registraren genutzt, um sich mit der Registrierungsdatenbank zu verbinden.

  • Sponsor

    Ein Sponsor ist eine Organisation, die die Verantwortung für einige spezielle laufende Richtlinienformulierung übertragen bekommen hat, in Bezug auf die Art und Weise, in der eine bestimmte gesponserte TLD betrieben wird. Die gesponserte TLD hat eine Charta, die den Zweck beschreibt, für den die gesponserte TLD erstellt wurde und betrieben wird. Der Sponsor ist verantwortlich für die Ausarbeitung von Richtlinien für die ihm übertragenen Themen, sodass die TLD einer definierten Gruppe von Beteiligten nützt, die auch als gesponserte TLD-Community bekannt ist, die am stärksten am Betrieb der TLD interessiert ist. Der Sponsor ist außerdem für die Auswahl der Registerbetreiber verantwortlich und in unterschiedlichen Graden auch für die Festlegung der Rollen, die die Registrare einnehmen und deren Beziehung mit dem Registerbetreiber. Der Sponsor muss seine ihm übertragene Verantwortung mit einem Höchstmaß an Fairness und in einer Weise ausüben, dass sie stellvertretend für die gesponserte TLD-Community gilt.

  • Dicke Registrierungsdatenbank

    Bei einem dicken Registrierungsdatenbankmodell werden alle Informationen zu den registrierten Unternehmen, einschließlich der sowohl technischen Informationen (z. B. notwendige Informationen, zum Erzeugen von Zonenfiles) als auch sozialen Informationen (z.B. Informationen, um die betrieblichen, geschäftlichen oder juristischen Praktiken umzusetzen), im Archiv der Registrierungsdatenbank gespeichert.

  • Dünne Registrierungsdatenbank

    Bei einem dünnen Registrierungsdatenbankmodell werden nur die Betriebsdaten über die einzelnen Domains (z.B. Informationen zum Erzeugen von Zonenfiles) in der zentralen Registrierungsdatenbank gespeichert, während die Kontakt- und Rechnungsinformationen vom Registrar verwaltet werden, der den Domainnamen sponsert. Folglich kennt die Registrierungsdatenbank in diesem Modell nur die Zuordnung von Domainnamen zu einem Registrar sowie die damit verbundenen Nameserver. Whois-Dienste, die von den Registrierungsdatenbanken betrieben werden, veröffentlichen diese Zuordnung, während die Identität des Registranten über den Registrar veröffentlicht wird.

  • Domain oberster Stufe (Top Level Domain/TLD)

    Die Domain oberster Stufe (TLDs) sind die Namen, die sich an der Spitze der DNS-Namenshierarchie befinden. Sie erscheinen in Domainnamen als Zeichenfolge aus Buchstaben, die sich hinter dem letzten.„ ” (ganz rechts) befinden, wie beispielsweise „ net ” in „ www.beispiel.net. ” Der Administrator einer TLD kontrolliert, welche Namen der zweiten Stufe in dieser TLD anerkannt werden. Die Administratoren der „ Stammdomä ne ” oder „  Wurzelzone ” kontrollieren, welche TLDs vom DNS erkannt werden.  Generell gibt es zwei Arten von TLDs: generische TLDs (wie .com, .net, .edu...) und länderbezogenen TLDs (wie .jp, .de, und .cn...).

  • Whois

    Alle Domainregistrierungsstellen betreiben einen Whois-Server zum Zweck der Informationsbereitstellung über Domainnamen, die bei ihnen registriert sind. In einem gemeinsamen Registrierungssystem, in dem die meisten Informationen über Domainnamen von Registraren verwaltet werden, liefert der Whois-Server der Registrierungsdatenbank eine Genehmigung an den Whois-Server der Registrare, die dann vollständigere Informationen über den Domainnamen zur Verfügung stellen.
    Der Whois-Dienst enthält Registranten-, Verwaltungs-, Rechnungs- und technische Kontaktdaten, die von den Registraren für die Domainnamen-Registrierungen zur Verfügung gestellt werden.

  • Zonenfile

    Eine Datei auf einem Nameserver, die Domainnamen mit allen zugehörigen Unterdomänen, IP-Adressen und dem Mail-Server kennzeichnet. Ein Zonenfile wird auch als " DNS-Tabelle " bezeichnet.

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